{"id":6416,"date":"2025-06-17T07:50:38","date_gmt":"2025-06-17T07:50:38","guid":{"rendered":"https:\/\/jobcenter.lra-sm.de\/?p=6416"},"modified":"2026-04-21T09:13:02","modified_gmt":"2026-04-21T09:13:02","slug":"20-jahre-grundsicherung-fuer-arbeitssuchende-ein-rueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jobcenter.lra-sm.de\/?p=6416","title":{"rendered":"20 Jahre Grundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende &#8211; Ein R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2025 wird ein viel diskutiertes und h\u00e4ufig \u00fcberarbeitetes Gesetz 20 Jahre alt: Zwei Jahrzehnte Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) nimmt das Kommunale Jobcenter Schmalkalden-Meiningen zum Anlass, zur\u00fcckzublicken. Besonders interessant dabei: Wie haben sich die Zust\u00e4ndigkeiten und die Zahl der Grundsicherungsempf\u00e4nger im Zeitverlauf ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Seit dem 1. Januar 2005 begleitet das Jobcenter, seinerzeit noch als \u201eArge\u201c, arbeitsuchende Menschen auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben zur\u00fcck in die Erwerbst\u00e4tigkeit. Ab dem 1. Januar 2008 geschah dies dann im Rahmen einer getrennten Tr\u00e4gerschaft. Hei\u00dft: Damals wurden die Kosten der Unterkunft und Heizung durch das Landratsamt getragen, die weiteren Leistungen inklusive der Arbeitsvermittlung durch die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit.<\/p>\n<p>Seit 2012 ist das Jobcenter als zugelassener kommunaler Tr\u00e4ger vollst\u00e4ndig in Verantwortung des Landratsamtes t\u00e4tig \u2013 eine Entwicklung, die sich als voller Erfolg erwiesen hat \u2013 obwohl sich die rechtlichen Voraussetzungen stetig gewandelt haben. So gab es seit Bestehen der Jobcenter 140 verschiedene Fassungen des Sozialgesetzbuches Zweites Buch (SGB II). \u201eSeit Einf\u00fchrung des SGB II haben wir mit mittlerweile 21 \u00c4nderungsgesetzen gearbeitet \u2013 das entspricht etwa einer Gesetzes\u00e4nderung pro Jahr. Dennoch ist es uns gelungen, stets p\u00fcnktlich die Grundsicherungsleistungen f\u00fcr Arbeitssuchende zu erbringen\u201c, konstatiert die Leiterin des Kommunalen Jobcenters Steffi Ebert.<\/p>\n<p><strong>Massenarbeitslosigkeit vor 20 Jahren <\/strong><\/p>\n<p>Wer vor 20 Jahren aus dem Sozialhilfebezug in Arbeit finden wollte, war dabei auf sich allein gestellt. Die Arbeitslosenquote war deutlich h\u00f6her als heute, es herrschte Massenarbeitslosigkeit. Mit einer Arbeitslosenquote von 15,3 Prozent und mehr als 7.200 erwerbsf\u00e4higen Personen, die Sozial- oder Arbeitslosenhilfe erhielten, war die wirtschaftliche Situation angespannt. Heute, 20 Jahre sp\u00e4ter, liegt die Arbeitslosenquote bei 4,8 Prozent, davon entfallen lediglich 2,8 Prozent auf den Bereich SGB II \u2013 ein Ergebnis, das f\u00fcr die erfolgreiche Arbeit und enge Vernetzung mit Partnern aus Bildung, Wirtschaft und dem sozialen Bereich spricht. \u201eDie Jobcenter b\u00fcndelten die Kompetenzen, denn oft ist der Weg aus der Arbeitslosigkeit mit verschiedenen Herausforderungen gespickt. Auch heute ist unser gr\u00f6\u00dftes Ziel, die Hilfebed\u00fcrftigkeit von Menschen ohne Job zu verringern bzw. ein Leben ohne staatliche Leistungen zu erreichen. Auf dem Weg dahin unterst\u00fctzen wir, wo es n\u00f6tig ist \u2013 in allen Lebensbereichen\u201c, erkl\u00e4rt Ebert.<\/p>\n<p>\u201eDie Zahl der Bedarfsgemeinschaften hat sich seit 2005 mehr als halbiert \u2013 von 5.771 auf 2.524. Mein gro\u00dfer Dank gilt den aktuell 89 Mitarbeitenden, die t\u00e4glich daran arbeiten, Menschen neue Perspektiven zu er\u00f6ffnen\u201c, so Landr\u00e4tin Peggy Greiser.<\/p>\n<p><strong>Unterst\u00fctzen, wo es n\u00f6tig ist<\/strong><\/p>\n<p>Aktuell sichert das Kommunale Jobcenter den Lebensunterhalt f\u00fcr 4.409 Menschen im Landkreis ab \u2013 inklusive Leistungen f\u00fcr Unterkunft, Mobilit\u00e4t, Bildung, Krankenversicherung und mehr. Die Bandbreite der betreuten Personen ist gro\u00df: Vom Akademiker \u00fcber junge Menschen ohne Abschluss bis hin zu Alleinerziehenden, Menschen mit gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen oder Pflegeverantwortung.<\/p>\n<p>Etwa 18,6 Prozent der Kundinnen und Kunden sind aktuell trotz Erwerbst\u00e4tigkeit auf erg\u00e4nzende Leistungen angewiesen, 44,1 Prozent stehen seit mehr als 21 Monaten im Leistungsbezug \u2013 h\u00e4ufig aufgrund komplexer Lebensumst\u00e4nde. Auch 1.407 Kinder werden derzeit mitversorgt.<\/p>\n<p>Trotz bestehender Herausforderungen zeigt sich eine deutliche Entwicklung: Der Anteil der Bev\u00f6lkerung im Landkreis, der auf SGB-II-Leistungen angewiesen ist, sank von 10,4 Prozent im Jahr 2004 auf 4,7 Prozent heute \u2013 ein Zeichen f\u00fcr die langfristige Wirksamkeit von Beratung, Vermittlung, Coaching und F\u00f6rderprogrammen, aber nat\u00fcrlich auch der starken wirtschaftlichen Entwicklung des Landkreises und des zunehmenden Fachkr\u00e4ftemangels.<\/p>\n<p><strong>Blick nach vorn<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir sind stolz auf das Erreichte \u2013 und bereit f\u00fcr die Zukunft. Auch weiterhin wollen wir Chancenfinder, T\u00fcr\u00f6ffner und Zukunftsmacher sein\u201c, betonen Ebert und Greiser unisono. Die n\u00e4chsten Jahre sieht das Kommunale Jobcenter als Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen \u2013 f\u00fcr einen starken Landkreis Schmalkalden-Meiningen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Jahr 2025 wird ein viel diskutiertes und h\u00e4ufig \u00fcberarbeitetes Gesetz 20 Jahre alt: Zwei Jahrzehnte Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) nimmt das Kommunale Jobcenter Schmalkalden-Meiningen zum Anlass, zur\u00fcckzublicken. Besonders interessant dabei: Wie haben sich die Zust\u00e4ndigkeiten und die Zahl der Grundsicherungsempf\u00e4nger im Zeitverlauf ver\u00e4ndert? Seit dem 1. 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